
Deutscher Musikinstrumentenfonds: Kleine Vergabe
Anschlussförderung an den Bundeswettbewerb Jugend musiziert: Bei unserer sogenannten Kleinen Vergabe können sich junge Streichertalente um hochwertige Violinen, Violen, Violoncelli und Kontrabässe aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds bewerben.
Die Förderung der Deutschen Stiftung Musikleben beginnt bereits in ganz jungen Jahren: Wer beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert einen 1., 2. oder 3. Preis in den Solo- oder Ensemble-Kategorien gewonnen hat und mindestens zwölf Jahre alt ist, kann sich noch bis 2. August 2026 um ein Leihinstrument aus der diesjährigen Kleinen Vergabe bewerben. Die genauen Bedingungen sind in diesem Dokument zu finden:
Wer zugelassen wird, kommt im Zeitraum August bis Oktober zu uns in die Geschäftsstelle, um je nach Verfügbarkeit einige Instrumente anzuspielen. Daneben haben die jungen Musikerinnen und Musiker hierbei die Gelegenheit, die Deutsche Stiftung Musikleben kennenzulernen. Wenn ein Instrument – Geige, Bratsche, Cello oder Kontrabass – gut passt und gefällt, wird die Ausleihe vereinbart. Diese kann mehrfach bis zur Vollendung des 30. Lebensjahres verlängert werden.
Manche Instrumente aus der Kleinen Vergabe begleiten Musikerinnen und Musiker so über viele Jahre. Unser damaliger Stipendiat und heutiger Alumnus Friedrich Thiele zum Beispiel suchte sich bei der Kleinen Vergabe im Jahr 2010 ein französisches Violoncello aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts aus. Es entwickelte sich eine intensive Beziehung zwischen dem jungen Cellisten und „seinem“ Instrument, und mehr als zehn Jahre später gewann er auf genau diesem Cello das Vorspiel für die Solostelle in der Sächsischen Staatskapelle Dresden.
Selbst, wenn es keine Dekade wird, erleben wir immer wieder mit, wie ein solch hochwertiges Instrument junge Streicherinnen und Streicher in ihrer musikalischen Entwicklung begleitet und bestärkt. Wir sind gespannt, welche Bewerbungen nach dem diesjährigen Bundeswettbewerb Jugend musiziert bei uns eintreffen, und freuen uns darauf.
Foto: David Ausserhofer
