
Rückblick aufs Benefizkonzert 2026
Von Pauken-Experimenten bis zum klassischen Klaviertrio: Beim Benefizkonzert haben die Musikerinnen und Musiker das Publikum mit dem abwechslungsreichen Programm begeistert und das gemeinsame Musizieren sichtbar genossen. Es war für uns eine Sternstunde im Großen Saal der Elbphilharmonie Hamburg.
Durch den Abend führte Friederike Westerhaus (NDR Kultur), die gleich zu Beginn ein Ensemble ankündigte, das seinesgleichen sucht: Kira Elisabeth Koch (Violine), Oscar Benjamin Hollmer (Violoncello) und Linda Yuan (Klavier) sind alle erst 16 Jahre alt – und musizierten Sergej Rachmaninows Trio Élegiaque Nr. 1 mit einer Hingabe und Reife, über die man nur staunen konnte.
Auftritt Dagmar Sikorski und Clemens Trautmann: Die Kuratoriumsvorsitzende und der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Stiftung Musikleben sprachen über die Stiftungsarbeit, wobei Clemens Trautmann auch spannende Einblicke in seine eigene Zeit als Stipendiat (Klarinette) gab.
Als nächstes betrat unser Klarinettentrio den Konzertsaal: Jakob Plag (Klarinette), Constantin Heise (Violoncello) und Hamlet Ambarzumjan (Klavier) bewiesen bei der Interpretation von Louise Farrencs Trio in Es-Dur ein unfehlbares musikalisches Gespür. Bemerkenswert war auch die Souveränität der drei jungen Männer, die diese große, weltbekannte Bühne mit Selbstverständlichkeit bespielten und mühelos den ganzen Saal mit ihren Tönen in den Bann zogen.

Alexej Gerassimez, DSM-Alumnus und Star am Schlagwerk, sprach mit Friederike Westerhaus über seine Karriere und die Wichtigkeit der Deutschen Stiftung Musikleben in seinen frühen Musikerjahren. Dann stand ein Genrewechsel an: Alexej gab sein Paukensolo „Tiventuras“ zum Besten. Nie hätte man vermutet, welche Klänge und Töne er einer einzigen Pauke entlocken konnte. Er arbeitete nicht nur mit verschiedenen Schlägeln, Besen und sogar einer Schuhbürste (siehe Foto), sondern funktionierte das Perkussions- zum Melodie-Instrument um, indem er das Pedal über lange Passagen zum Tonhöhenwechsel einsetzte. Faszinierend! Es folgte „Flower in the Wind“, ein Stück für Marimba, Vibraphon und Streicher – berückend, poetisch und gemeinsam mit unseren Stipendiatinnen und Stipendiaten zauberhaft musiziert!
Nach der Pause betraten Felicitas Schiffner und das von ihr geleitete Streichorchester die Bühne. Mit Franz Schuberts Rondo A-Dur und Edvard Griegs „Aus Holbergs Zeit“ gestalteten sie eine zweite Konzerthälfte, die von Virtuosität und Spielfreude geprägt war. Man konnte förmlich spüren, wie sehr die jungen Musikerinnen und Musiker mit ihren Instrumenten eins waren. Unter Felicitas’ Leitung verschmolzen sie zu einem ausdrucksstarken Klangkörper, der mit feinfühliger Agogik überzeugte.
Die Resonanz bei unseren Gästen war mehr als positiv – und besonders freuen wir uns darüber, dass die Besucherinnen und Besucher durch den Erwerb ihrer Tickets und zusätzliche Spenden dazu beigetragen haben, dass wir unsere schöne und wichtige Arbeit fortführen können.

